Grünflächenamt stoppt erneut Baumrodungen auf dem Bahnhofsgelände

Da kommt Einiges zusammen, was sich der Investor am 4.April auf dem Gelände des Güterbahnhof Weitmar geleistet hat:

  •  illegale Baumrodungen in der Brutzeit der Vögel
  •  Herrichtung und Nutzung eines Grundstücks des RVR als Zufahrt zum Bahnhofsgelände, ohne das der RVR von dieser Aktion Kenntnis, geschweige denn eine Genehmigung erteilt hat
  • Anlieferung von Bau-Aushub über den städtischen Teil des Springorum-Radweges (von der Verwaltung genehmigt?)
  • Ablagerung des Bau-Aushubs an nicht genehmigter Stelle auf dem Bahnhofsgelände
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Hier befand sich das Material, das für den Radweg genutzt werden sollte

Angefangen hat die Geschichte vor vier Wochen, als der Investor das Bahnhofsgelände einzäunen ließ. Da hatte man sich doch glatt ein ca. 30 m breites und 80 m langes Grundstück des RVR mit „einverleibt“ und ebenfalls umzäunt. Vor zwei Wochen fiel es dem RVR auf und der Investor musste den Bauzaun um 80 m versetzen lassen. Am Anfang dieser 80 m (an der Abzweigung des Springorum-Radweges auf die nördliche Umgehung des Bahnhofs) befand sich eine Anschüttung von Schotter, der für den Radwegeausbau genutzt werden sollte. Dieser Schotterhaufen wurde in den frühen Morgenstunden kurzerhand mit einem Bagger verschoben und als Befestigungsmaterial für die Zufahrt über das RVR-Grundstück zum Bahnhofsgeläde genutzt.

Mit diesem Bagger wurden anschließend einige Bäume gefällt und dort eine Lage Baustellen-Aushub, der über den im Bau befindlichen Springorum-Radweg angeliefert wurde, abgekippt. Die Baumfällungen wären munter weitergegangen, wenn nicht das Grünflächenamt eingeschritten wäre. Erneut musste das Amt dem Investor Baum- rodungen (diesmal sogar während der Brutzeit der Vögel) untersagen. Dabei stellte sich auch heraus, dass die Abkippung des Bodenaushubs an dieser Stelle nicht genehmigt war.

4.April1

Die Abkippung an nicht genehmigter Stelle

Der Investor hat zwar eine Genehmigung für das Abkippen von Erdmaterial erhalten, allerdings an einer anderen exakt ausgewiesenen Stelle auf dem Bahnhofsgelände. Wie wir aber aus einer zuverlässigen Quelle wissen, plant er das komplette Bahnhofsgelände mit einer ca. 80cm dicken Schicht aus Bruchsteinen, Lehm u.ä. zu bedecken. Das Bahnhofsgelände soll also quasi zu einer Bodenaushub-Deponie von anderen Baustellen werden.

Wie soll dann noch ein Artenschutzgutachten erstellt werden?

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